Salonöfen
Elegante Salonöfen aus dem 18. und 19. Jahrhundert – vom Klassizismus bis zum Jugendstil. Jeder Ofen ein Unikat.
Jugendstil, Landshut
Wahrscheinlich wurde dieser ausgefallene Jugendstil-Kachelofen in der Keramikschule in Landshut gefertigt. Die künstlerisch phantasievollen Kacheln zeigen hohes keramisches Können und wurden teilweise zweifarbig in Grün und Weiß gestaltet.
Fajence Neorokoko
Es ist sehr selten, dass um 1900, zur Zeit des Jugendstils, diese Rokoko-Ornamente in einem Kachelofen wiederverwendet wurden. Die üppige Farbigkeit in Grün- und Goldtönen lässt auf hohes handwerkliches Können und Mut zur Farbe schließen.
Gelber Klassizistischer Kachelofen
In diesem Kachelofen aus der Zeit des Klassizismus um 1800 finden sich ganz verspielte Putti beim Feuermachen und Baumklettern. Aber sie zeigen auch einen muskulösen Mann und eine laszive Frau – fast könnte man einen Familienofen darin sehen.
Grüner Klassizistischer Kachelofen
Der Trentiner Kachelofen steht auf einer antiken Sandsteinplatte mit dazugehörigen Füßen. Das barocke Grün wurde auch noch im Klassizismus verwendet, wie bei diesem Ofen. Auf der oberen vorderen Kachel ist ein Pelikan abgebildet, zusammen mit dem Hl. Benedikt.
Südtiroler Kachelofen, Sfruz
Im Nonstal (Val di Non) gibt es ein kleines Dorf, das wunderschöne Kachelöfen mit einer ganz typischen Glasur produziert hat – meistens Grün mit weiß verlaufenden Ornamenten. Diese Kachelöfen wurden von einer Familie Cavosi über mehrere Generationen hergestellt. Die meist vermögenden Kunden, wie Adel und Bischöfe, kamen aus Venedig, Rom und Florenz bis nach Wien.
Schwedischer Kachelofen
Eleganter kleiner schwedischer Kachelofen von 1900. Hinter der originalen Messingtüre steht eine moderne Glastüre.
Brombeerfarbener Art Déco
Sehr außergewöhnliche brombeerfarbene Kacheln machen diesen Art-déco-Ofen zu etwas Besonderem. Seine schlichte Eleganz ist bestechend.
Rokoko, Würzburg
Für einen Rokoko-Kachelofen von ca. 1760 ist dieser Ofen sehr karg mit Ornamenten ausgestattet. Wahrscheinlich stand er in einer rechten Ecke und wurde vom angrenzenden Raum aus befeuert. Es gibt aber auch die Möglichkeit, in die rechte Mauerseite eine Tür einzubauen und den Ofen vor einen Kamin zu stellen.
Südtiroler Kachelofen, Sfruz
Wir haben einen ähnlichen Sfruzer Kachelofen in unserem Fundus. Diesen Aufbau mit den runden Kacheln auf einem eckigen Unterbau nennt man Kolonnenofen – das sind dominante Kachelöfen für ein größeres Zimmer. Eine Erklärung zu den Sfruzer Öfen finden Sie bei Bild 5.
Seltener Kachelofen aus dem Schloss Salem
Kachelofen aus dem berühmten Schloss Salem. Das typische Rautenmuster kennen wir von den Schweizer Bleikeröfen.
Jugendstil Kachelofen Berlin
Leicht gesprenkelter sogenannter Berliner Eckkachelofen, der jedoch in Velten bei Berlin um 1900 hergestellt wurde. Das Medaillon zeigt Obst mit Birnen und Äpfeln.
Runder kannelierter Kachelofen
Runder, kannelierter Meissener Kachelofen in gebrochenem, warmem Weiß, der sich nach oben leicht verjüngt. Der Ofen stand in einem Schloss in einer eigens für Kachelöfen gemauerten Nische.
Barocker Kachelofen, graphitiert
Ein einfacher, provinzieller Barockofen aus einem Gutshof in Thüringen. Bei der Glasur hatte man gespart – wie auch oft bei den fränkischen Barocköfen, etwa in der Kaiserburg in Nürnberg, waren die Kacheln graphitiert.
Runder Südtiroler Kachelofen
Runder Nonstaler Kachelofen mit einem Medaillon, das eine Mutter mit Kind zeigt (Maria mit Jesuskind?). Siehe Ofen Nr. 5.
Berliner Eckofen, ursprünglich mit offenem Kamin
Schlossofen, der ursprünglich in einer Ecke stand. Der vorher offene Kamin wurde von sehr schönen Figuren begrenzt. Die rosa Farbe kam erst später hinzu und lässt sich, wenn auch mit etwas Aufwand, korrigieren. Dieser Ofen braucht ein hohes Zimmer, da er über 330 cm hoch ist.